
Geschichte des WSV Silbertal
Der Anfang
Bereits in den 30er Jahren wurden durch einige verwegene Burschen Schispringen veranstaltet. Diese fanden meistens am Sonntag nach der Kirche statt. Leider konnten aus dieser Zeit noch keine Fotos ausfindig gemacht werden, auch mögliche Niederschriften aus jener Zeit schlummern noch im Dunkeln.
Folgende Aufnahme aus dem Jahre 1939 zeigt die Teilnehmer beim 1. Silbertaler Schirennen.
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ohne Nummer Ganahl Alois Startnummer 1 Dönz Karl Startnummer 8 Dönz Peter Startnummer 9 Erhard Gebhard Startnummer 3 Mangeng Alex Startnummer 7 Erhard Christian Startnummer 2 Loretz Salomon Startnummer 4 Walser Heinrich Startnummer 5 Loretz Erwin Startnummer 6 Zudrell Ludwig |
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Während des 2. Weltkrieges war sicher eine Pause. Die 1. Veranstaltung nach dem Krieg die bekannt ist, war ein Maskenpreisrodeln, datiert auf den 9. Februar 1947, später dann ein Preisrodeln am 25. Jänner 1948. Eine Woche später war der Wintersportball.
1949 Gründung des Wintersportvereines
Laut einer Chronik der Gemeinde Silbertal wurde der Verein 1949 gegründet. In unseren Unterlagen kann man von einer Versammlung am 14.November 1948 lesen - von dieser nehmen wir an, dass es die Gründungsversammlung war. In den Monaten Jänner und Februar ging es auch gleich zur Sache und wie man anschließend sieht, wurden einige Veranstaltungen durchgeführt.
Am 2. Jänner 1949 fand das Vereinspreisrodeln statt.
Am 6. Jänner 1949 fand ein Schikurs statt, den Netzer Maria, Mangeng Gisela, Assmann Basil, Islitzer Anni, Vonderleu Franz, Vonderleu Emanuel, Dönz Franz, Dönz Adolf, Mangeng Ludwig, Zudrell Anton, Zudrell Hermann, Bitschnau Edi und Berthold Max besuchten. Über den Schilehrer ist nichts bekannt.
Am 9. Jänner 1949 war das Allgemeine Preisrodeln mit 58 männl. und 13 weibl. Teilnehmern. Die Bestzeit hatte Thöny Franz mit 5,29 min.
Am 23. Jänner 1949 war ein Abfahrtslauf von der Hänga, Sieger war Vonderleu Gottfried.
Am 6. Februar 1949 fand wiederum ein Maskenpreisrodeln statt.
Am 13. Februar 1949 fand im Frauenlob ein Torlauf statt – Vereinsmeister war Vonderleu Gottfried
Am 13.Februar 1949 war abends der Wintersportball.
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Die treibende Kraft einen Wintersportverein zu gründen war sicher der Wirt vom Gasthaus Hirschen - Bitschnau Edi. Er setzte dies mit einer Handvoll Begeisterter in die Tat um. Seine ersten Mitglieder waren Alex Bitschnau, Alois Berthold, Max Berthold, Moritz Berthold, Karl Dönz, Christian Erhard, Alois Ganahl, Edi Ganahl, Franz Ganahl, Siegfried Ganahl, Anni Islitzer, Gretl Islitzer, Alex Mangeng, Ludwig Mangeng, Martin Mangeng, Franz Mangeng, Josef Mangeng, Werner Mangeng, Franz Raudaschl, Hilda Raudaschl, Christian Thöny, Emanuel Vonderleu, Franz Vonderleu, Gottfried Vonderleu,, Anton Zudrell, Cölestine Zudrell, Hermann Zudrell, Josefine Zudrell, Ludwig sen. Zudrell, Ludwig jun. Zudrell. |
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1950 wurde Mangeng Ludwig Vereinsmeister. 1950 wird auch erstmals der Lobspitzabfahrtslauf erwähnt. Erzählungen zufolge ist man nach der Frühmesse mit den geschulterten Skiern, von Silbertal über Buchen zur Gretschalpe aufgestiegen. Beim Aufstieg zum Start wurden Richtungstore gesteckt. Sepp Martin gewann in 1,30 min., auch 1951 war er siegreich. 1952 wird ein Abfahrtslauf vom Gantlätsch erwähnt, auch den gewinnt Martin Sepp in 1,09 min. Auf dem Foto sieht man Vonderleu Franz, Vonderleu Gottfried, Vonderleu Emanuel, Bitschnau Eduard, Martin Christian, Martin Werner, Martin Josef, Martin Franz, Martin Sepp, Islitzer Anne, Zudrell Anton, Martin Gebhard und Zudrell Ludwig beim Gretscher Stofel. |
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Von Beginn an wurden die Sieger der verschiedenen Wettkämpfe mit einer sehr schönen Urkunde geehrt. Der Druckstock wurde mit 2 m³ Brennholz, die von Zudrell Ludwig gestiftet wurden, bezahlt. |
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Bild von der Schülergruppe der Volksschule Kristberg im Jahre 1951
von links: Siegfried Ganahl (Jhg. 1931), Basil Ganahl (Jhg. 1937), Roswitha Dönz (Jhg. 1941), Ilga Schwarzhans (1939), Elvira Zudrell (1941), Rosa Dönz (1938), Elsa Amann (1942), Adolf Loretz (1939), Eduard Schwarzhans (1941), Alois Säly (1939), Ferdl Säly (1949), Gebhard Loretz (1941), Willi Säly (1944), Hubert Martin (1942), Erwin Martin (1942), Wolfgang Fritz (1926) - Lehrer von Wald am Arlberg |
Eduard Bitschnau verkaufte sein Gasthaus und ist Anfang der 50er Jahre nach Hörbranz gezogen. Was nach seiner Zeit war, muss erst noch erfragt werden, die Aufzeichnungen enden am 28. Dezember 1952.
Um den Obmannlosen, vielleicht auch Funktionärslosen Zustand des Vereines zu ändern wurde am 26. Dezember 1959 die
Neugründung des Wintersportvereines durchgeführt.
Warum in Silbertal die Wintersportaktivitäten erst Anfang der 60iger Jahre so richtig in Schwung kamen - immerhin über 50 Jahre nachdem die Wintersportvereine Schruns und Tschagguns (1906) gegründet wurden - lag wohl an der ländlichen Struktur und dem fehlenden Wintertourismus, was wiederum mit dem sehr schlechten Straßenzustand nach Schruns zusammenhing.
Nach der Neugründung wurde der Verein durch die Bezirkshauptmannschaft aufgefordert, Statuten zu erstellen, um dann in das Vereinsregister eingetragen zu werden. Dies geschah 1960. Das Ansuchen des Wintersportvereins Silbertal um Aufnahme in den Talschaftsverband wird vom SCM begrüßt und einstimmig angenommen, vorausgesetzt der WSV tritt auch dem Verband der Vorarlberger Skiläufer bei. Dies geschah 1961.
Der Skisport im Silbertal bekam Auftrieb durch den Bau des Hofliftes 1965 von Meidl Hermann und der Eröffnung der Kristbergbahn 1964.
Das Geld für die Liftkarten war aber knapp und so wurden zum Schifahren noch viele Pisten abseits der Aufstiegshilfen getreten.
Auch nach dem Bau von Hoflift und Kristbergbahn mussten die Pisten und Rennstrecken mit Schi getreten werden aber von oben nach unten war es wenigstens leichter.
Zudrell Adolf errichtete 1964 einen kurzen Hanfseillift und ersetzte diesen 1965 mit einem Seillift, in den man Bügel einhängen konnte. 1967 wurde dieser durch den Kristberglift ersetzt. 1972 wurde das Skigebiet Kristberg mit dem Bau des Sattelliftes und der Rodung von Skiflächen auf dem Sattel und dem Lang Ried wesentlich vergrößert. Durch Kauf nahm die Kristbergbahn 1974 die Lifte in Besitz.
Die Entwicklung des Vereins in den ersten 10 Jahren gestaltete sich recht zäh. Es konnten keine großen Anschaffungen getätigt werden, man litt unter chronischem Geldmangel. Trotz Handstoppuhr und Startfahne waren alle motiviert, sogar ein geregeltes Skitraining mit den Schülern fand statt.
Sommer wie Winter bemühte sich der damalige Schulleiter Hans Jäger um die sportliche Jugend von Silbertal.
Anfang der siebziger Jahre wurde die erste elektronische Zeitnehmung angeschafft, nun konnten größere Rennen durchgeführt werden. Besonders die „Sie + Er- Rennen“ beim Hoflift und der „Walter Salzgeber Gedächtnislauf“ auf der Lang Ried bis zum Stelza waren populär.
Beim 25 jährigen Jubiläumsfest 1975 wurde die Vereinsfahne feierlich präsentiert und eingeweiht. Das neue moderne Symbol des Vereines zeigt einen Eiskristall umgeben von der funkelnden Sonne. Fahnenpatin war die damals 22-jährige Hildegard Erhard, die zu diesem Anlass auch einen namhaften Betrag spendete.
Das Zeltfest 1980 erbrachte leider nicht das erhoffte Ergebnis. Grund dafür war schlechtes Wetter und die dadurch nicht erreichte Besucheranzahl. Dass der gesamte Ausschuss bei der folgenden Hauptversammlung zurücktrat, lag aber hauptsächlich an der mangelnden Unterstützung seitens der Gemeinde.
Der in Not, zum Teil in Abwesenheit gewählte neue Ausschuss sollte für den Verein keine schlechte Lösung gewesen sein. Vorrangig galt für die „Neuen“, aus den Silbertaler Kindern gute Schifahrer zu machen. Kampfrichter- und Trainerkurse wurden beschickt, neben dem Montafoner Cup wurden eigene Cuprennen mit bis zu 50 Kindern durchgeführt. Das durch Mitgliedsbeiträge, Veranstaltungen, Förderungen, Sponsoren und Haussammlungen eingenommene Geld sollte hauptsächlich in Technik und Ausrüstung investiert werden sowie der Förderung der Jugend zugute kommen.
Der Umfang an Material, aber auch die Platznot wurde immer größer. Bereits 1981 konnte mit Hilfe der Gemeinde und dem Entgegenkommen der Schulbehörde der Ausschuss im Schulhaus einen nicht mehr genutzten Eingangsbereich zu einem schönen Büro- und Sitzungszimmer um- bzw. ausbauen. Durch den Umbau der Kristbergbahn 1988 erhielt der Verein von der Bahn einen großen trockenen Raum in der Bergstation zur Verfügung gestellt. Im Keller des Gemeindeamtes durfte der Verein einen Service- und Wachsraum einrichten.
Ab 1990 wurden die Siegerehrungen nach dem Rennen im Zielraum gemacht und vom Verein bewirtet. Nicht selten entwickelte sich der Zielraum zum Festplatz und der Vereinskassier strahlte mit den Siegern. Mit der neu erschlossenen Einnahmequelle konnten weitere Geräte angeschafft werden.
Den Verein und im Besonderen das Silbertal, nach außen hin sportlich als auch gesellschaftlich gut zu präsentieren ist für den Vorstand von großer Bedeutung. So ist es selbstverständlich, Rennen zu beschicken oder unsere Walser Vergangenheit bei der alle 2 Jahre stattfindenden Internationalen Walsermeisterschaft mit einer größeren Abordnung in Ehren zu halten. Aber auch kleine Veranstaltungen wie der seit 20 Jahren alljährlich stattfindende freundschaftliche Kegelwettstreit gegen die Bergfreunde ist ein gern wahrgenommener Termin.
Viele hilfreiche Hände halfen dem „neuen“ Ausschuss über alle Jahre hinweg ihr Vorhaben, gut organisierte Rennen auf internationaler, Landes-, Bezirks- oder vereinsinternen Ebene zu veranstalten, auch zum Wohl der Silbertaler Jugend, der Gemeinschaft des Ortes und den Gästen von Silbertal.
2008
Ferdl Ganahl
Obmänner nach der Neugründung am 26. Dezember 1959
| 1959 - 1962 | Ganahl Martin | |
| 1962 - 1965 | Ruepp Herbert | |
| 1965 - 1966 | Zudrell Ludwig | |
| 1966 - 1967 | Eigner Helmut | |
| 1967 - 1970 | Küng Franz | |
| 1970 - 1971 | Martin Franz | |
| 1971 - 1973 | Zudrell Ludwig | |
| 1973 - 1980 | Salzgeber Hugo | |
| 1980 - 1985 | Säly Gerhard | |
| 1985 - 2006 | Ganahl Ferdl | |
| 2006 - 2011 |
Willi Manfred |
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| 2011 - |
Galehr Luis |
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Vereinsrennen 11. Februar 1962
Gestartet wurde vom Ziel aus mit einer Fahne
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Dönz Engelbert |
Der Aggregatzustand des Schnees anno dazumal hier